Geschichte

Im Winter wird der Lungernsee abgesenkt und dann findet Dominik Gasser hier geschichtsträchtiges Wurzelholz aus der Zeit zwischen 1836 und 1921. Denn dieser See spielt eine wichtige Rolle im südlichsten Dorf des Kantons Obwalden. Um das knappe Landwirtschaftsland zu vergrössern, wurde bereits um 1700 die Idee diskutiert, den Lungernsee abzusenken. So wäre es möglich, rund 170 Hektaren urbares Land zu gewinnen. Die Realisation dieses für seine Zeit technischen Grossprojektes dauerte mit vielen Rückschlägen von 1790 bis 1836 und spaltete das Dorf in Gegner und Befürworter (die «Trockenen» gegen die «Nassen»). Nach dem der 420 Meter lange Stollen endlich fertig gesprengt war, sank das Wasserniveau von 675 auf 657 m. ü. M. Doch schon 1921, nur 85 Jahre später, wurde der See für den Betrieb eines Elektrizitätswerks von den Zentralschweizer Kraftwerken aufgekauft und wieder gestaut. Im Winter wird der Pegel jeweils abgesenkt, und der passionierte Fischer Dominik Gasser weiss genau, an welcher Stelle er das Wurzelholz aus der Periode der Absenkung für seine Brillen findet.